Ganz ernst wird es allerdings jetzt! Wenn die Situation ähnlich aussichtslos
wie gerade eben beschrieben ist, der Kranke aber noch etwas jünger und
in besserem Allgemeinzustand, sollte man eher an eine Lungenverpflanzung denken.
Diese sehr große Operation mit ungeheurem Aufwand (in jeder Hinsicht!)
hat - wenn sie sorgfältig geplant wird und die Vorzeichen günstig
sind (der Arzt sagt: Die Indikation stimmt) - doch nicht unerhebliche und manchmal
beeindruckende
Erfolgschancen. Wer miterlebt hat, wie ein Mensch, der keine zwei Schritte mehr
ohne schwere Atemnot zusammen gebracht
hat, plötzlich wieder zum Tanzen oder Wandern gehen kann, ist einfach überwältigt.Trotzdem
ist auch das keine Wunderheilung, sondern das Ergebnis einer sorgfältigen
Planung, zahlloser Untersuchungen und - das darf man nicht vergessen! - des
Todes eines jüngeren und möglichst gesunden Menschen, dessen Gewebe
dann auch noch zu dem des Kranken passen muss. Die Gefahr einer Abstoßung
ist trotz deutlicher
Verbesserung der Medikamente leider immer noch nicht ganz gebannt! Und nach
der Transplantation heisst es: lebenslang diese Medikamente einnehmen. Übrigens
- wer weiterraucht, wird grundsätzlich nicht transplantiert, denn er zerstört
sehr schnell auch die „neue Lunge”.
Es gibt verschiedene Formen der Lungentransplantation: einseitig, beidseitig und kombiniert mit Herztransplantation. Die Frage, ob letztlich wirklich ein so schwerer Eingriff geplant wird, entscheidet neben dem Betroffenen eine Kommission aus absoluten Spezialisten - und davon gibt es in einem Land nur „eine Hand voll“.
Freigegeben
für unsere Homepage von Dr. Michael Prittwitz
aus dem Buch "Luft ist Leben"
[@uelle http://curamont.de/inhalt.htm ]