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Die letzte Aktualisierung erfolgte am 30.10.2014

Ursachen, Symptome, Untersuchungsmethoden und Behandlungsmöglichkeiten
Am Samstag den 12. September 2015 wird von 9:00 - 17:00 Uhr in Hattingen/NRW im LWL Industriemuseum das 8. Symposium-Lunge stattfinden. Alle weiteren Informationen zu unserem Jahreskongress entnehmen Sie bitte den Kongresswebseiten auf unserer Homepage

Lungenemphysem COPD - Symptome, Ursachen, Diagnostik, Therapien

Symptome und mögliche Ursachen

Diagnostik und Therapieoptionen

Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen: wie COPD und Lungenemphysem sind global auf dem Vormarsch. Allein in Deutschland waren bereits im Jahr 2007 rund 6,8 Millionen an COPD erkrankt und die Zahl der Erkrankten die unter Atemnot (Dyspnoe) leiden, steigt beängstigend von Tag zu Tag weiter an. In Österreich sind ca. 1 Million und in der Schweiz mehr als 350.000 Menschen an COPD erkrankt, weltweit sollen es 600 Millionen sein. Man spricht bereits heute von einer der „am meisten unterschätzten Volkskrankheiten“. Ungefähr 8000 der in Deutschland betroffenen Patienten mit einem Lungenemphysem weisen einen angeborenen Alpha-1-Antitrypsinmangel auf. Laut den Bekanntmachungen der WHO aus dem Jahr 2004 ist die COPD derzeit noch vierthäufigste Todesursache weltweit. Für das Jahr 2020 wird erwartet, dass die Erkrankung die dritthäufigste medizinische Todesursache sein wird, gleich hinter Schlaganfall und Herzerkrankungen.

Symptome: des Lungenemphysems und der COPD sind zu Beginn vermehrter Auswurf und Husten, später dann Atemnot anfänglich nur bei Belastung im fortgeschrittenen Stadium bereits im Ruhezustand. Im weiteren Verlauf stellen sich dann zunehmend Einschränkungen der Mobilität und der damit einhergehende Muskelverlust sowie weitere begleitende Folgeerkrankungen ein. Das alles führt in vielen Fällen zum Abbau und Verlust der sozialen Strukturen und nicht selten zu Gemütsstörungen im schlimmsten Fall auch zu Depressionen. Die Auswirkungen der Erkrankungen auf die Psyche und die Lebensqualität sind bekannt und werden zunehmend thematisiert und untersucht.

Ursachen: für das Lungenemphysem und die COPD, beides irreversible, also nicht rückführbare Erkrankungen ist in 80 bis 90 Prozent das Rauchen. Grund genug hier zur Aufklärung beizutragen und erfolgreiche Wege rauchfrei zu werden aufzuzeigen. Darüber hinaus gibt es weitere jedoch deutlich seltener auftretende Ursachen, wie der oben genannte Gendefekt, Feinstaubbelastungen am Arbeitsplatz, das Einatmen von Giftstoffen und einige weitere Gründe.

Diagnostik: Heutzutage steht den Lungenfachärzten (Pneumologen) und den Lungenfachkliniken eine große Anzahl unterschiedlichster
Untersuchungsmethoden zur Diagnostik von Lungenerkrankungen aber auch zur genaueren Abgrenzung z.B. von Asthma, COPD und Lungenemphysem zur Verfügung.

Therapien: Zu einer erfolgreichen Behandlung gehören neben der gewissenhaft durchgeführten medikamentösen Therapie auch die korrekte Durchführung der Langzeit-Sauerstofftherapie und der Nicht-invasiven Beatmung, der Lungensport und die Atemphysiotherapie, die reflektorische Atemtherapie, regelmäßige medizinische Rehabilitationsmaßnahmen sowie eine ausgewogene Ernährung, die auf die individuellen Belange des jeweiligen Patienten abgestimmt ist. Bei einer Gruppe von Patienten dienen auch regelmäßig durchgeführte Inhalationen der Verbesserung der Symptome. Weiter- und Neuentwicklungen von Medikamenten werden in der Zukunft dazu beitragen, die Symptome der Erkrankungen noch besser behandeln zu können.

Häufige Fragen: Oftmals erreichen uns E-Mails oder Anrufe mit nachfolgenden oder ähnlichen Anfragen: Ich habe die Diagnose Lungenemphysem COPD erhalten? Was bedeutet das für mich? Ich habe eine Langzeit-Sauerstofftherapie verordnet bekommen, wie gehe ich damit um? Ich bin total verzweifelt und weiß nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Wie kann man mit der Erkrankung weiterleben?

Unsere Aufgabe und Zielsetzung: Über unsere Medien möchten wir Betroffenen, Angehörigen und anderen Interessierten die Möglichkeit bieten, den persönlichen Kenntnisstand über die Atemwegserkrankungen und Therapieoptionen COPD, Lungenemphysem, Lungenfibrose, Alpha-1-Antitrypsinmangel, Bronchiektasen, die Langzeit-Sauerstofftherapie, die Nicht-invasive Beatmung sowie die heutzutage zur Verfügung stehenden Untersuchungsmethoden und aktuellen und zukünftigen medikamentösen Therapiemöglichkeiten beispielsweise mit Cortison und Antibiotika zu verbessern. Zudem bieten wir allen Betroffenen und deren Angehörigen einen direkten Erfahrungsaustausch, beispielweise über möglicherweise einzusetzende chirurgische Optionen wie die Verfahren zur klassischen oder bronchoskopischen Lungenvolumenreduktion (LVR), die Lungentransplantation (LTX) und die Bullektomie. Darüber hinaus werden fortlaufend Neuigkeiten aus der medizinischen Forschung und anderen Bereichen veröffentlicht. Ein weiteres unserer Anliegen ist es, die Betroffenen auf die Notwendigkeit einer uneingeschränkten Patienten Compliance hinzuweisen gerade auch in Bezug auf ansonsten drohende, wiederholte akute Verschlimmerungen auch Exazerbationen genannt.

Unsere Medien: Eine international aktive Mailingliste mit aktuell mehr als 2800 Teilnehmern. Als angemeldeter Mailinglistenteilnehmer haben Sie im passwortgeschützten Bereich unserer Homepage Zugriff auf weitere Informationen zu den zuvor genannten Erkrankungen, Therapien und Operationsmethoden sowie persönliche Erfahrungsberichte über Lungentransplantationen, Rehabilitationsmaßnahmen, Abbildungen von Hilfsmitteln, und ein Mailarchiv mit integrierter Suchmaschine Des Weiteren erstellen wir 2 bis 3 mal pro Monat Newsletter mit rein medizinischen Inhalten der als pdf Datei per Mail versendet wird. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit sich in Deutschland in 61 regional aktiven Selbsthilfegruppen unserer Patientenorganisation auch persönlich auszutauschen oder stattfindende Vortrüge besuchen. Letztlich bieten wir Betroffenen auch die Option uns telefonisch zu kontaktieren, hierzu stehen mehr als 130 telefonische Ansprechpartner zur Verfügung.

Umfassende Kenntnisse über die eigene Erkrankung sind ebenso wichtig wie die Akzeptanz derselben. Leben mit der Erkrankung ist ein anzustrebendes Ziel, wem das gelingt, der wird trotz der Schwere der chronischen Erkrankung ein positives Leben führen können.

Ich würde mich sehr freuen, Sie als Teilnehmer unserer Mailingliste oder als Besucher einer unserer regionalen Selbsthilfegruppen begrüßen zu dürfen.

Jens Lingemann